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Analytische Überwachung und weiterführende Projekte

Stand 05/2026


Die Gentechnologie ist eine hochinnovative Zukunftstechnologie, deren Anwendung im Einzelfall mit Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit oder das Ökosystem verbunden sein kann. Vor diesem Hintergrund sieht das Gentechnikgesetz eine behördliche Überwachung gentechnischer Arbeiten und Freisetzungen vor, die gemäß § 25 auch die Entnahme von Proben einschließen kann.

Bei Begehungen gentechnischer Anlagen durch die zuständigen Gewerbeaufsichtsämter werden technisch-organisatorische Maßnahmen wie Laborsicherheit, Arbeitsschutzregelungen und die Aufzeichnungen gentechnischer Arbeiten überprüft. Bei Freisetzungen gentechnisch veränderter Pflanzen werden beispielsweise die Aussaat, die ordnungsgemäße Entsorgung und/oder die Nachkontrolle überwacht. Ein zentrales Instrument der Überwachung stellt zudem die Entnahme von Proben aus gentechnischen Anlagen und bei Freisetzungen dar. Die mikro- und molekularbiologische Analyse der Proben zielt auf die Überprüfung der Identität und Reinheit der gentechnisch veränderten Organismen ab und insbesondere auf den Nachweis der gentechnischen Veränderungen. Die Probennahmen erfolgen sowohl stichprobenartig als auch anlassbezogen.

Die molekularbiologische Analytik der Proben sowie die Bewertung der Untersuchungsergebnisse erfolgt im niedersächsischen Gentechniküberwachungslabor. Das molekularbiologische Labor des Landes ist als zentrale Unterstützungseinheit organisatorisch in der Abteilung Zentrale Unterstützungsstelle Abfall, Gentechnik und Gerätesicherheit im Dezernat Gentechnik des Gewerbeaufsichtsamtes Hildesheim angesiedelt. Das Gentechniküberwachungslabor wurde im Jahre 1995 zunächst als molekularbiologisches Labor der Sicherheitsstufe S2 eingerichtet. Aufgrund der zunehmenden Anzahl von S3-Arbeiten im Lande Niedersachsen, wurde ein Teilbereich des Labors im Jahre 2016 auf den Sicherheitsstandard S3** angehoben, so dass hier inzwischen auch nicht luftübertragbare Organismen der Risikogruppe S3 (z.B. Viren HIV, HCV und Bakterien EHEC, Salmonella typhi) untersucht werden können.

Das Gentechniküberwachungslabor hat seit 2005 ein Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO/IEC 17025 etabliert. Damit unterliegt die durchgeführte Analytik einem hohen qualitativen Standard. Eine Übersicht über das vorhandene Spektrum an mikro- und molekularbiologischen Verfahren finden Sie hier.

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