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Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG)

Die Firma HOMANN Feinkost GmbH, Bahnhofstraße 4, 49201 Dissen, betreibt am Standort Heinrich-Hamker-Straße 20 in 49152 Bad Essen-Lintorf, eine Anlage zur Dressingherstellung, Diese Anlage ist bisher baurechtlich genehmigt mit einer Produktionskapazität von max. 74 Tonnen pro Tag. Sie soll baulich und betrieblich wesentlich erweitert und die Produktionskapazität deutlich erhöht werden auf max. 2.372 t/d bzw. 230.000 t/a.

Mit Antrag vom 18.04.2019 wurde die Erteilung einer immissionsschutzrechtlichen Neugenehmigung beantragt.

Daneben sind eine Vielzahl von Neubau- und Änderungsmaßnahmen am Standort vorgesehen, insbesondere die Errichtung einer Ammoniak-Kälteanlage mit ca. 5 Tonnen Inhalt und eines Hochregallagers mit einer Bauhöhe von ca. 36 m. über Gelände. Weiter soll das Betriebsgelände durch den geplanten Werksteil Nord nach Norden deutlich erweitert werden. Hierzu ist die Überbauung einer Bahnstrecke erforderlich. Die zukünftige verkehrliche Erschließung soll ebenfalls verlegt werden über eine unmittelbare Anbindung an die nördlich verlaufende Bundesstraße B 75 (Mindener Straße).

Das südliche Betriebsgelände verfügt über keinen Bebauungsplan und ist als im Zusammen-hang bebauter Ortsteil nach § 34 BauGB zu bewerten. Das nördliche Betriebsgelände liegt in einem Gewerbegebiet, welches derzeit überplant wird und zukünftig als Gewerbegebiet GE ausgewiesen werden soll.

Das Gesamtwerk befindet sich auf dem Betriebsgrundstück in der Gemarkung Lintorf, Flur 5, Flurstück(e) 103/8, 103/9, 104/2, 104/24, 106/16, 108/6, 108/7, 114/7, Teilstück 114/9 sowie Flur 10, Flurstück(e) 43/1, 43/2, 44/1, 44/2, 45/1, 47/1, 47/2, 48/1, 48/2, 49 und 54.

Die beantragte Anlage bedarf der immissionsschutzrechtlichen Neu-Genehmigung gemäß der §§ 4 und 10 des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) i.V.m. § 1 sowie der Nr. 7.34.1 EG des Anhangs 1 der Verordnung über genehmigungsbedürftige Anlagen - 4. BImSchV. Es handelt sich dabei um eine Anlage gemäß Artikel 10 der Richtlinie 2010/75/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 24. 11. 2010 über Industrieemissionen (sogenannte Industrieemissions-Richtlinie). Das Genehmigungsverfahren wird mit Beteiligung der Öffentlichkeit durchgeführt.

Zur Beurteilung der Auswirkungen des Vorhabens auf die Umgebung der Anlage wurden unter anderem Gutachten zur Lärm- und zur Geruchssituation erstellt und dem Antrag beigefügt. Erhebliche nachteilige Auswirkungen sind danach nicht zu erwarten.

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