Gefahrstoffschutzpreis 2026: Preisverleihung am 30.09.2026 für Innovationen für die Arbeit mit Gefahrstoffen
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Verleihung Gefahrstoff-Schutzpreis 2026 am 30.09.2026
Am 30. September 2026 gab das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) im Rahmen des 19. Arbeitsschutzforums der GDA auf dem Sächsischen Staatsweingut "Schloss Wackerbarth" die Preisträger des 16. Deutschen Gefahrstoffschutzpreises bekannt.
Die Mirka Abrasives Germany GmbH wurde mit dem Preis in der Kategorie „Substitution“ geehrt. Eine offizielle Belobigung in der Kategorie „Technische Schutzmaßnahme“ erhielt die Amplifon Deutschland GmbH.
Preisträger
Das BMAS zeichnete die Mirka Abrasives Germany GmbH für ihren Beitrag „Substitution von Naphthalin durch Fumarsäure in der Schleifkörperproduktion“ aus.
Mit dem Ersatz (Substitution) des gesundheitsschädlichen Porenbildners Naphthalin durch die deutlich weniger gefährliche Fumarsäure eliminierte das Unternehmen einen Gefahrstoff vollständig aus seiner Produktion keramisch gebundener Schleifkörper. Stattdessen hat Mirka ein neues Porenbildnerkonzept auf Basis von Fumarsäure entwickelt. Dieser Stoff ist aus der Lebensmitteltechnologie bekannt. Mit dieser innovativen Lösung stärkt Mirka nachhaltig den Schutz der Beschäftigten bei der Herstellung und Bearbeitung der Schleifkörper. Gleichzeitig bietet das neue Verfahren auch technische Vorteile: Es ermöglicht eine höhere Porosität als bisherige, naphtalinbasierte Werkzeuge und erfüllt weiterhin die hohen technischen Anforderungen industrieller Schleifkörper.
Belobigung
Das BMAS sprach außerdem eine offizielle Belobigung für die Amplifon Deutschland GmbH und ihren Beitrag „Verminderung von Frässtaubemissionen in die Atemluft in der Hörakustik“ aus. Beim manuellen Fräsen von Ohrpassstücken (Otoplastiken) entsteht in der Ausbildung zum Hörakustiker Staub, weshalb die Auszubildenden bislang Atemschutzmasken tragen mussten. Um die Belastung für die Auszubildenden zu senken, entwickelte und installierte Amplifon spezielle Fräskästen mit integrierter Absaugung und Beleuchtung an acht Arbeitsplätzen. Messungen der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) bestätigten den Erfolg der Maßnahme: Die Staubemissionen in die Atemluft gingen deutlich zurück, so dass die Auszubildenden beim Fräsen von Otoplastiken nun auf Atemschutzmasken verzichten können (siehe Praxisbericht). Diese Lösung lässt sich in zahlreiche Unternehmen und Branchen übertragen, beispielsweise Dentallabore oder Goldschmiede.
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Gefahrstoffpreis


