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Analytische Überwachung und weiterführende Projekte

Stand 2016


Die Gentechnologie ist eine hochinnovative Zukunfts- und Risikotechnologie, deren Anwendung im Einzelfall mit schwer kalkulierbaren Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit oder das Ökosystem verbunden sein kann. Daher ist nach dem Vorsorgeprinzip eine angemessene Überwachung der gentechnischen Arbeiten und Freisetzungen sinnvoll.

Bei Begehungen gentechnischer Anlagen durch die zuständigen Gewerbeaufsichtsämter werden technisch-organisatorische Maßnahmen wie Laborsicherheit, Arbeitsschutzregelungen und die Aufzeichnungen gentechnischer Arbeiten überprüft. Bei Freisetzungen gentechnisch veränderter Pflanzen werden beispielsweise die Aussaat, die Entsorgung und/oder die Nachkontrolle überwacht. Ein wichtiges Überwachungsinstrument ist es, Proben aus gentechnischen Anlagen und bei Freisetzungen zu nehmen und zu untersuchen. Die Probennahmen erfolgen sowohl stichprobenartig als auch anlassbezogen.

Die molekularbiologische Analytik der Proben sowie die Bewertung der Untersuchungsergebnisse erfolgt im niedersächsischen Gentechniküberwachungslabor. Das molekularbiologische Labor des Landes ist als zentrale Unterstützungseinheit organisatorisch in der Abteilung ZUS-AGG im Dezernat Gentechnik des Gewerbeaufsichtsamtes Hildesheim angesiedelt. Das Gentechniküberwachungslabor wurde im Jahre 1995 zunächst als molekularbiologisches Labor der Sicherheitsstufe S2 eingerichtet. Aufgrund der zunehmenden Anzahl von S3-Arbeiten im Lande Niedersachsen, wurde ein Teilbereich des Labors im Jahre 2016 auf den Sicherheitsstandard S3** angehoben, so dass hier zukünftig auch nicht luftübertragbare Organismen der Risikogruppe S3 (z.B. HIV, HCV, EHEC) untersucht werden können.

Das Gentechniküberwachungslabor ist seit über zehn Jahren mit einer Vielzahl von Verfahren nach DIN/ ISO17025 akkreditiert. Nach intensiven Prüfungen im Rahmen einer sogenannten Reakkreditierung durch externe Gutachter ist der im Staatlichen Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim angesiedelten Zentralen Unterstützungsstelle Abfallwirtschaft, Gentechnik und Gerätesicherheit, Dezernat 33 Gentechnik im Januar 2014 durch die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) erneut die Kompetenz nach DIN EN ISO/IEC 17025:2005 für

Mikrobiologische und molekularbiologische Prüfungen auf die Anwesenheit spezifischer Sequenzen oder Strukturen in Bakterien, Pilzen, Viren, Zellkulturen, Tieren in gentechnischen Anlagen, Freilandflächen und Kontaminationsverdächtigen Medien

bis Januar 2019 bestätigt worden. (Die Akkreditierungsurkunde finden Sie hier)

Aufgaben des Gentechniküberwachungslabors

  • Analytische Überwachung von gentechnischen Anlagen
  • Analytische Überwachung von Freisetzungen gentechnisch veränderter Organismen
  • Untersuchungen von ausgewählten Kulturpflanzenarten auf gentechnisch veränderteOrganismen
  • fachliche Beratung der Überwachungsbehörden und des zuständigen Ministeriums
  • Methodenentwicklung und Standardisierung
  • Projekte zur Biologischen Sicherheit

Ihre Ansprechpartner des Gentechniküberwachungslabors:

Postadresse:
Staatliches Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim
Dezernat Gentechnik
An der Scharlake 39
31134 Hildesheim

Dr. Sigrun Feldmann

sigrun.feldmann@gaa-hi.niedersachsen.de


Dr. Julia Russ

julia.russ@gaa-hi.niedersachsen.de


 
 

DAkkS

Forschungsprojekte und Überwachung in Niedersachsen

Hier erhalten Sie weitere Informationen zum Nachlesen oder Downloaden als PDF-Dateien.

 Poster zur Analytischen Überwachung
(PDF, 0,15 MB)

 Poster: Bakterien und Pilze
(PDF, 0,18 MB)

 Poster zur Zelllinienüberprüfung
(PDF, 0,18 MB)

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